Allgemeine Geschäftsbedingungen

Orbita Media GmbH, Ericusspitze 4, 20457 Hamburg, Germany
Version 2026-10-03 · published on Oct 3, 2026
English Italiano Deutsch

Was sich in dieser Fassung ändert

  • 1.2An wen sich die Plattform richtet: gewerbliche Selbstverleger, die mit ihren Büchern Geld verdienen wollen. Ihre Rechtsstellung ändert sich dadurch nicht; Verbraucher behalten alle Rechte, auch das Widerrufsrecht.
  • 8.3Künstliche Intelligenz bleibt als Werkzeug erlaubt. Wann überwiegend erzeugte Inhalte abgelehnt werden dürfen, regelt jetzt Ziffer 12.3 d).
  • 12.2Die Veröffentlichung ist eine verlegerische Entscheidung von Orbita, gebunden an die Gründe in Ziffer 12.3: Liegt keiner vor, veröffentlichen wir Ihren Titel.
  • 12.3Eine abschließende Liste von Ablehnungsgründen: Verstoß gegen Ziffer 8.2 oder 8.4, technische Vorgaben, unzureichende Qualität, überwiegend automatisiert erzeugte Inhalte, Dubletten und Massentitel, ein erheblicher Rufschaden für Orbita und die Regeln der Vertriebskanäle. Sie werden vorher angehört und können behebbare Mängel nachbessern. Die Zahl Ihrer Titel ist für sich allein nie ein Grund.
  • 7.5Unverändert: Lehnen wir einen Titel ohne Verstoß Ihrerseits ab, geht der Slot an Ihr Konto zurück.
  • 19.3Die AGB liegen jetzt auch auf Deutsch vor.
  • 1.1Nur redaktionell: Die Plattform heißt jetzt Shelf Publisher und läuft unter shelfpublisher.com (vormals portal.orbita-media.de). Ihr Vertragspartner bleibt die Orbita Media GmbH; kein Recht und keine Pflicht ändert sich.

Fassung 2026-10-03. Gilt für Verträge, die ab dem 3. Oktober 2026 geschlossen werden; für früher geschlossene Verträge bestimmt Ziffer 17, ab wann diese Fassung gilt.

1. Anbieter, Geltungsbereich und Rechtsnatur dieser Bedingungen

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) regeln die Nutzung der Verlagsplattform Shelf Publisher unter shelfpublisher.com, vormals portal.orbita-media.de (die „Plattform“), betrieben von

Orbita Media GmbH, Ericusspitze 4, 20457 Hamburg, Deutschland
Registergericht: Amtsgericht Hamburg, HRB 161613
Geschäftsführer: Noah Malik, Stefan Schott
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE328578764
E-Mail: kontakt@orbita-media.de

(„Orbita“, „wir“, „uns“). Die vollständigen Anbieterangaben stehen im Impressum.

1.2 An wen sich die Plattform richtet. Die Plattform richtet sich an gewerbliche Selbstverleger: Autorinnen und Autoren, die ihre Bücher mit der Absicht veröffentlichen, damit Geld zu verdienen. Dieser Satz beschreibt unser Angebot; er legt nicht die Rechtsstellung des Kunden fest, und der Kunde wird nicht gebeten, eine Rechtsstellung zu bestätigen. Ob ein Kunde Verbraucher im Sinne von § 13 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) oder Unternehmer im Sinne von § 14 BGB ist, richtet sich allein nach dem objektiven Zweck des Vertrags. Ein Verbraucher behält alle Rechte, die das Gesetz einem Verbraucher gibt, insbesondere das Widerrufsrecht nach Ziffer 6.

Diese AGB gelten für jeden über die Plattform geschlossenen Vertrag, gleich ob der Kunde Verbraucher oder Unternehmer ist. Klauseln, die nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, sagen das ausdrücklich. Wo nichts gesagt ist, gilt die Klausel für beide.

1.3 Bedingungen des Kunden, die diesen AGB entgegenstehen oder von ihnen abweichen, werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir in Kenntnis ihrer Geltung leisten, ohne zu widersprechen (§§ 305 Abs. 2, 305b BGB).

1.4 Diese AGB begründen keinen Verlagsvertrag im Sinne von § 1 des Verlagsgesetzes (VerlG). Nach § 1 VerlG vervielfältigt und verbreitet der Verleger das Werk auf eigene Rechnung; auf dieser Plattform zahlt der Autor ein Entgelt für Herstellungs- und Veröffentlichungsleistungen. Der Vertrag ist ein gemischter Vertrag aus einem Dienst- und Werkvertrag (§§ 611, 631 BGB) und einer Lizenz (Ziffer 10). Die Vorschriften des VerlG gelten deshalb nicht insgesamt; wo eine Regel des VerlG dennoch gelten soll, sagen diese AGB das.

2. Begriffe

  • Slot: der durch Kauf eines Pakets erworbene Anspruch, einen Titel über die Plattform herstellen und veröffentlichen zu lassen.
  • Titel: ein Buch in einer Ausgabe, gekennzeichnet durch eine ISBN.
  • Paket: ein Bündel aus einem oder mehreren Slots zu einem festen Preis.
  • Manuskript: die Textdatei, die Coverdateien und alles weitere Material, das der Kunde für einen Titel hochlädt.
  • Wallet: das laufende Konto im Profil des Kunden, in dem wir die dem Kunden geschuldeten Erlöse verbuchen (Ziffer 13).
  • Erlöse: der Anteil des Kunden am Nettoerlös eines Titels (Ziffer 13.2).
  • Nettoerlös: der Betrag, den wir von einem Vertriebskanal für einen Titel tatsächlich erhalten, nach Abzug des Rabatts oder der Provision des Kanals, der Herstellungskosten des Exemplars sowie von Remissionen und Stornierungen, ohne Umsatzsteuer.
  • Vertriebskanäle: derzeit Print on Demand und Großhandel über Ingram und BoD, Verkauf über Amazon sowie die weiteren Kanäle, die auf der Plattform zum Zeitpunkt der Einreichung des Titels genannt sind.

3. Registrierung und Konto

3.1 Die Nutzung der Plattform setzt ein Konto voraus. Registrierung und Anmeldung wickelt für uns unser Authentifizierungsdienstleister ab (siehe die Datenschutzerklärung).

3.2 Der Kunde muss wahre, vollständige und aktuelle Angaben machen, insbesondere zu Name, Anschrift und gegebenenfalls Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Bankverbindung, und diese Angaben aktuell halten. Wir dürfen die Nutzung kostenpflichtiger Funktionen davon abhängig machen, dass die Stammdaten vollständig und überprüfbar sind, weil wir sie für Rechnungen und Gutschriften brauchen.

3.3 Ein Konto je Person oder juristischer Person. Mehrere Konten für dieselbe Person oder Gesellschaft anzulegen oder zu nutzen ist untersagt, ebenso die Nutzung einer fremden Identität, eines Strohmanns oder eines von einem anderen übernommenen Kontos. Diese Regel besteht, weil Slots, Gutscheine und das Partnerprogramm (siehe die Bedingungen des Partnerprogramms) sonst mehrfach in Anspruch genommen werden könnten.

3.4 Zugangsdaten sind geheim zu halten. Der Kunde muss uns unverzüglich informieren, wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass ein Dritter Zugang erlangt hat.

3.5 Die Registrierung begründet keinen Anspruch auf Veröffentlichung. Der Vertrag über einen bestimmten Titel kommt erst zustande, wenn ein Slot eingesetzt und der Titel nach Ziffer 12 angenommen wird.

4. Unsere Leistungen

4.1 Im Rahmen eines Slots erbringen wir folgende Leistungen:

  • a) Prüfung des hochgeladenen Manuskripts und Covers auf technische Druckfähigkeit und auf die formalen und rechtlichen Kriterien nach Ziffer 12, mit einer automatisierten Vorprüfung und einer Prüfung durch einen Menschen;
  • b) Vergabe einer ISBN aus dem auf Orbita als Verlag registrierten Kontingent;
  • c) Anmeldung des Titels in den für die gewählten Märkte maßgeblichen bibliografischen Verzeichnissen;
  • d) Veröffentlichung des Titels mit Orbita als Verlag und Einrichtung bei den Vertriebskanälen;
  • e) Beauftragung und Überwachung der Print-on-Demand-Herstellung;
  • f) Einzug der Erlöse bei den Vertriebskanälen, Abrechnung der Erlöse und Gutschrift auf das Wallet;
  • g) Zugang zur Plattform mit dem Status, den Verkaufszahlen und den Supportfunktionen, die zu dem Titel gehören.

4.2 Verlegerische Dienstleistungen wie Korrektorat, Lektorat, Covergestaltung, Übersetzung oder Marketing sind nicht Teil eines Slots. Sie sind Gegenstand eines gesonderten Auftrags, soweit wir sie überhaupt anbieten.

4.3 Über die technische Form der Veröffentlichung (Format, Papier, Bindung, Dateiformate) entscheiden wir im Rahmen der auf der Plattform veröffentlichten Vorgaben. Wünscht der Kunde eine Form, die wir nicht anbieten, besteht kein Anspruch darauf.

4.4 Keine Absatzgarantie. Wir schulden die in Ziffer 4.1 beschriebenen Leistungen. Wir schulden keine bestimmte Zahl verkaufter Exemplare, keinen bestimmten Umsatz, kein Ranking, keine Rezension, keine Platzierung in einem Shop und keine Verfügbarkeit bei einem bestimmten Händler. Aussagen über den Markt, über übliche Verkaufszahlen oder über mögliche Erlöse sind weder Garantien noch zugesicherte Eigenschaften.

4.5 Wir dürfen Vertriebskanäle ändern, erweitern oder einstellen, wenn ein Kanal seine Bedingungen ändert, die Zusammenarbeit beendet oder für uns aus wirtschaftlichen oder rechtlichen Gründen unzumutbar wird. Über die Einstellung eines Kanals informieren wir den Kunden in Textform. Ein Anspruch auf einen bestimmten Kanal besteht nicht.

4.6 Die Plattform ist nicht ununterbrochen verfügbar. Wartungsarbeiten, Störungen bei unserem Hostinganbieter und höhere Gewalt können die Verfügbarkeit einschränken. Geplante Wartungen kündigen wir vorher an, soweit das zumutbar möglich ist.

5. Vertragsschluss, Preise, Zahlung

5.1 Die Darstellung der Pakete auf der Plattform ist kein bindendes Angebot. Der Kunde gibt ein bindendes Angebot ab, indem er den Bestellvorgang abschließt; der Vertrag kommt zustande, wenn wir die Bestellung in Textform bestätigen oder die Slots im Konto bereitstellen, je nachdem, was zuerst geschieht.

5.2 Es gelten die Preise, die zum Zeitpunkt der Bestellung angezeigt werden. Für Verbraucher enthalten die angezeigten Preise die Umsatzsteuer. Für Unternehmer sind die Preise netto angegeben; Umsatzsteuer kommt hinzu, soweit sie anfällt.

5.3 Die Umsatzsteuer wird nach Land und Status des Kunden berechnet. Für Geschäftskunden in einem anderen EU-Mitgliedstaat mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gilt das Reverse-Charge-Verfahren (Art. 196 Richtlinie 2006/112/EG); der Kunde ist für die Richtigkeit der angegebenen Nummer und für die Erklärung im Reverse-Charge-Verfahren in seinem Land verantwortlich.

5.4 Die Zahlung erfolgt über unseren Zahlungsdienstleister mit den im Bestellvorgang angebotenen Zahlungsmitteln. Der Zahlungsanspruch wird mit Vertragsschluss fällig. Die Slots stehen zur Verfügung, sobald uns die Zahlung bestätigt ist.

5.5 Für jede Zahlung stellen wir eine Rechnung in elektronischer Form aus und stellen sie im Konto bereit. Der Kunde ist mit dem elektronischen Rechnungsempfang einverstanden.

5.6 Gutscheine gelten nur für den Zweck, den Zeitraum und den Mindestbestellwert, die bei ihnen angegeben sind, sind nicht mit anderen Gutscheinen kombinierbar, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, werden nicht bar ausgezahlt und verfallen, wenn sie unter Verstoß gegen Ziffer 3.3 oder die Bedingungen des Partnerprogramms erlangt wurden. Ein Einmalgutschein, der für eine später widerrufene oder rückabgewickelte Bestellung eingesetzt wurde, wird nicht neu ausgegeben; die Erstattung berechnet sich nach dem tatsächlich gezahlten Betrag.

5.7 Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Diese Beschränkung gilt nicht für Gegenforderungen aus demselben Vertragsverhältnis.

6. Widerrufsrecht für Verbraucher

6.1 Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen nach §§ 312g, 355 BGB zu. Die Einzelheiten, einschließlich der Formerfordernisse und der Folgen, stehen in der Widerrufsbelehrung, die Teil dieser AGB ist. Sie enthält auch das Muster-Widerrufsformular.

6.2 Unsere Leistungen nach Ziffer 4.1 sind Dienstleistungen im Sinne von § 356 Abs. 4 BGB. Wünscht der Verbraucher, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, bitten wir im Bestellvorgang um zwei Erklärungen:

  • a) die ausdrückliche Zustimmung, dass wir vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnen, und
  • b) die Bestätigung, dass der Verbraucher weiß, dass sein Widerrufsrecht erlischt, sobald wir den Vertrag vollständig erfüllt haben.

6.3 Widerruft der Verbraucher, nachdem die Ausführung begonnen hat, aber bevor sie abgeschlossen ist, schuldet er Wertersatz für die bereits erbrachten Leistungen im Verhältnis zum geschuldeten Gesamtumfang (§ 357a Abs. 2 BGB). Grundlage der Berechnung ist der vereinbarte Gesamtpreis. Bereits erbrachte Leistungen sind insbesondere die Prüfung des Manuskripts, die Vergabe einer ISBN, die Anmeldung in bibliografischen Verzeichnissen und die Einrichtung bei den Vertriebskanälen.

6.4 Wurde ein Slot überhaupt nicht genutzt, führt der Widerruf zur vollen Erstattung des auf diesen Slot entfallenden Betrags.

7. Slots

7.1 Ein Slot berechtigt den Kunden, einen Titel veröffentlichen zu lassen. Slots werden je Konto gezählt und im Konto angezeigt.

7.2 Gültigkeit. Ein Slot ist 36 Monate ab dem Tag seiner Bereitstellung gültig. Wir erinnern den Kunden 90 Tage und 30 Tage vor Ablauf in Textform. Nach Ablauf der 36 Monate erlischt der Anspruch auf Nutzung des Slots. Die Frist entspricht der regelmäßigen Verjährungsfrist nach §§ 195, 199 BGB und wird durch diese AGB nicht verkürzt.

7.3 Slots sind nicht auf ein anderes Konto übertragbar und werden nicht bar ausgezahlt. Für den Titel eines Mitautors dürfen sie nur eingesetzt werden, wenn der Kontoinhaber von diesem Mitautor ermächtigt ist und das auf Verlangen nachweisen kann.

7.4 Ein Slot ist verbraucht, wenn der Titel nach Ziffer 12 angenommen und ihm eine ISBN zugeteilt wurde. Bis dahin kann der Kunde ein Manuskript zurückziehen und den Slot für einen anderen Titel einsetzen.

7.5 Lehnen wir ein Manuskript nach Ziffer 12.3 aus Gründen ab, die nicht auf einem Verstoß des Kunden gegen diese AGB beruhen, geht der Slot an das Konto zurück und bleibt für den Rest seiner Gültigkeit verfügbar, mindestens aber weitere 3 Monate.

8. Manuskripte, Cover und Verantwortung für Inhalte

8.1 Der Kunde ist für den Inhalt des Manuskripts und aller hochgeladenen Dateien verantwortlich. Über die Prüfung nach Ziffer 12 hinaus nehmen wir keine inhaltliche Prüfung vor und machen uns den Inhalt nicht zu eigen.

8.2 Zusicherungen. Mit dem Hochladen sichert der Kunde zu, dass

  • a) er alle Rechte besitzt, die für die Nutzung nach Ziffer 10 erforderlich sind, insbesondere die Nutzungsrechte an Text, Abbildungen, Cover, Schriften und etwaigen Zitaten, und dass die erforderlichen Zustimmungen von Mitautoren, Übersetzern, Illustratoren, Fotografen und abgebildeten Personen vorliegen;
  • b) der Inhalt keine Rechte Dritter verletzt, insbesondere keine Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechte, nicht das Recht am eigenen Bild (§ 22 KunstUrhG) und keine Rechte an Geschäftsgeheimnissen;
  • c) der Inhalt gegen kein Gesetz verstößt, insbesondere nicht gegen Strafrecht, Jugendschutzgesetz, Wettbewerbsrecht und Datenschutzrecht;
  • d) der Inhalt nichts von dem enthält, was in Ziffer 8.4 aufgeführt ist;
  • e) Tatsachenbehauptungen nach bestem Wissen des Kunden zutreffen und Ratschläge zu Gesundheit, Recht, Finanzen und Sicherheit die Warnhinweise enthalten, die ein Leser braucht.

8.3 Künstliche Intelligenz. Der Kunde muss uns bei der Einreichung eines Titels mitteilen, ob und in welchem Umfang Text, Abbildungen, Cover oder Audio mit generativer künstlicher Intelligenz erzeugt wurden. Wir brauchen diese Angabe, um die Transparenzpflichten aus Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 zu erfüllen und die Metadaten der Vertriebskanäle richtig zu befüllen. Für diese Mitteilungspflicht kommt es nicht darauf an, ob im Einzelfall tatsächlich eine Kennzeichnungspflicht besteht; diese Beurteilung treffen wir. Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist nicht verboten. Verboten ist eine falsche Angabe darüber. Wann überwiegend automatisiert erzeugte Inhalte abgelehnt werden dürfen, regelt abschließend Ziffer 12.3 d).

8.4 Verbotene Inhalte. Über die Plattform darf nicht veröffentlicht werden:

  • a) Inhalt, der strafbar ist, Gewalt verherrlicht, zu Hass aufstachelt oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit leugnet;
  • b) pornografischer und jugendgefährdender Inhalt im Sinne des Jugendschutzgesetzes;
  • c) Inhalt, der Rechte Dritter verletzt (Ziffer 8.2 b);
  • d) Plagiate, Inhalt, der ohne eigenen Beitrag eines Autors massenhaft erzeugt wird, um einen Katalog zu überschwemmen, und Inhalt, der überwiegend aus anderen Quellen kopiertem Material besteht;
  • e) Inhalt mit gefährlichen Anleitungen, insbesondere zur Herstellung von Waffen, Sprengstoffen oder Drogen;
  • f) Inhalt, der Leser über die Identität des Autors täuschen soll, insbesondere durch Verwendung des Namens einer bekannten Person.

8.5 Freistellung. Macht ein Dritter wegen des Inhalts eines Titels einen Anspruch gegen uns geltend, stellt uns der Kunde auf erstes Anfordern von diesem Anspruch frei und erstattet die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, es sei denn, der Kunde hat die Rechtsverletzung nicht zu vertreten. Wir informieren den Kunden unverzüglich über den Anspruch, geben ihm Gelegenheit zur Stellungnahme und erkennen den Anspruch ohne seine Zustimmung nicht an, es sei denn, wir sind dazu gesetzlich verpflichtet.

8.6 Wir dürfen einen Titel sofort und ohne vorherige Ankündigung aus den Vertriebskanälen nehmen, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen Ziffer 8.2 oder 8.4 bestehen, insbesondere nach einer Abmahnung, einer einstweiligen Verfügung oder einem Hinweis eines Vertriebskanals. Wir informieren den Kunden unverzüglich und geben ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Bestätigt sich der Verdacht nicht, stellen wir den Titel wieder bereit.

9. Lieferung der Dateien und Mitwirkung

9.1 Der Kunde liefert Manuskript und Cover in den Dateiformaten und nach den Vorgaben, die auf der Plattform veröffentlicht sind. Entsprechen die Dateien den Vorgaben nicht, bitten wir um Nachbesserung und setzen eine angemessene Frist.

9.2 Wirkt der Kunde innerhalb der gesetzten Frist trotz zweimaliger Aufforderung nicht mit, dürfen wir den Vertrag über diesen Titel kündigen. Der Slot ist dann verbraucht. Das gilt nicht, wenn der Kunde die Verzögerung nicht zu vertreten hat.

9.3 Der Kunde bewahrt eine eigene Kopie aller gelieferten Dateien auf. Wir sind kein Archiv. Wir bewahren die Dateien auf, solange der Titel veröffentlicht ist, und weitere 12 Monate.

10. Rechteeinräumung

10.1 Zur Durchführung dieses Vertrags räumt der Kunde Orbita ein einfaches, übertragbares, räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht an dem Titel ein, soweit es erforderlich ist für

  • a) die Vervielfältigung und Verbreitung in gedruckter Form, einschließlich Print on Demand;
  • b) die Vervielfältigung und Verbreitung in elektronischer Form, einschließlich E-Book und Hörbuch, soweit die entsprechenden Formate beauftragt sind;
  • c) die öffentliche Zugänglichmachung des Titels über die Vertriebskanäle und die daran angeschlossenen Shops;
  • d) Speicherung, Digitalisierung und Formatumwandlung zu den Zwecken nach a) bis c);
  • e) die Nutzung von Titel, Cover, Klappentext, Autorenfoto, Biografie und Leseproben zur Ankündigung, Bewerbung und Katalogisierung des Titels, auch nach Ende dieses Vertrags in archivierten Katalogen und Nachschlagewerken, soweit ihre Entfernung technisch nicht möglich ist.

10.2 Das Nutzungsrecht wird für die Dauer dieses Vertrags eingeräumt. Die Einräumung ist ausdrücklich nicht ausschließlich. Der Kunde bleibt deshalb frei, das Werk selbst zu verwerten oder von anderen verwerten zu lassen.

10.3 Für die Dauer des Vertrags verpflichtet sich der Kunde, keine identische oder im Wesentlichen identische Ausgabe des Titels mit der von uns vergebenen ISBN über einen anderen Verlag oder eine andere Plattform zu veröffentlichen oder veröffentlichen zu lassen. Das ist eine rein schuldrechtliche Pflicht. Sie macht die Lizenz nicht zu einer ausschließlichen.

10.4 Wir dürfen die Rechte nach Ziffer 10.1 an die Vertriebskanäle und deren Unterhändler weitergeben, soweit es für den Vertrieb erforderlich ist. Unterlizenzen, die einem Vertriebskanal vor dem Ende dieses Vertrags eingeräumt wurden, bleiben für die bereits hergestellten Exemplare und für die Abverkaufsfrist nach Ziffer 10.6 bestehen.

10.5 Rechterückfall. Endet dieser Vertrag, gleich aus welchem Rechtsgrund, fallen alle nach Ziffer 10.1 eingeräumten Nutzungsrechte automatisch und ohne gesonderte Rückübertragung an den Kunden zurück. Diese Klausel ist deklaratorisch; sie gibt wieder, was ohnehin aus dem Zusammenhang von Verpflichtung und Verfügung folgt (vgl. BGH, Urteil vom 19. Juli 2012, I ZR 70/10, „M2Trade“).

10.6 Abverkauf. Nach Vertragsende dürfen wir bereits hergestellte Exemplare noch 3 Monate verkaufen und nehmen den Titel innerhalb von 30 Tagen aus den elektronischen Vertriebskanälen. Print-on-Demand-Bestellungen werden sofort eingestellt.

10.7 Die Urheberpersönlichkeitsrechte des Autors bleiben unberührt. Wir nennen den Autor in der Form, die der Kunde bei der Einreichung des Titels angibt. Inhaltliche Bearbeitungen bedürfen der Zustimmung des Kunden; Korrekturen von Rechtschreibung und Formatierung, die den Inhalt nicht berühren, nicht.

11. ISBN

11.1 Die einem Titel zugeteilte ISBN stammt aus dem auf Orbita als Verlag registrierten Kontingent. Nach dem ISBN-Standard kennzeichnet die ISBN den Verlag dieser Ausgabe. Sie bleibt deshalb bei Orbita.

11.2 Der Kunde erwirbt keine Rechte an der ISBN. Bei Vertragsende kann die ISBN weder mitgenommen noch übertragen noch weiter genutzt werden. Will der Kunde den Titel nach Vertragsende veröffentlichen, braucht er eine neue ISBN unter seinem eigenen Verlagspräfix oder dem Präfix des neuen Verlags.

11.3 Wir melden die Metadaten des Titels unter unserem Verlagsnamen an die bibliografischen Verzeichnisse. Korrekturen von Metadaten nach der Veröffentlichung sind in dem Umfang möglich, den das jeweilige Verzeichnis zulässt.

12. Prüfung, Annahme und Ablehnung

12.1 Jedes Manuskript durchläuft eine automatisierte Vorprüfung und eine Prüfung durch einen Menschen. Die automatisierte Vorprüfung kann einen externen KI-Dienst nutzen; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Die abschließende Entscheidung trifft immer ein Mensch.

12.2 Verlegerische Entscheidung. Jeder Titel erscheint mit Orbita als Verlag und unter einer auf Orbita registrierten ISBN. Ob ein Titel veröffentlicht wird, ist deshalb eine verlegerische Entscheidung von Orbita. Wir treffen sie nach der Prüfung nach Ziffer 12.1 und nur anhand der in Ziffer 12.3 genannten Gründe: Liegt keiner davon vor, veröffentlichen wir den Titel. Die Prüfung ist keine rechtliche Prüfung im Interesse des Kunden und keine Plagiatsgarantie, und eine Veröffentlichung bestätigt nicht, dass der Inhalt richtig oder frei von Rechten Dritter ist. Die Verantwortung nach Ziffer 8.1 bleibt beim Kunden.

12.3 Ablehnungsgründe. Wir dürfen ein Manuskript nur aus einem der folgenden Gründe ablehnen. Die Aufzählung ist abschließend.

  • a) Verstoß gegen Ziffer 8.2 oder 8.4.
  • b) Technische Vorgaben. Die Dateien entsprechen nicht den auf der Plattform veröffentlichten technischen Vorgaben, obwohl wir nach Ziffer 9.1 um Nachbesserung gebeten haben.
  • c) Unzureichende Qualität. Der Titel erreicht nicht den Standard, den der Buchhandel an ein verkäufliches Buch stellt, weil (aa) der Text so viele Rechtschreib-, Grammatik- oder Satzfehler enthält, dass er nicht flüssig lesbar ist, (bb) er erkennbar unfertig, unvollständig oder ohne schlüssige Gliederung ist oder (cc) Titel, Untertitel, Klappentext oder Cover einen Inhalt versprechen, den das Buch nicht enthält.
  • d) Überwiegend automatisiert erzeugte Inhalte. Text oder Abbildungen des Titels wurden überwiegend durch generative künstliche Intelligenz oder ein anderes automatisiertes Verfahren erzeugt, und der Kunde hat sie nicht in wesentlichem Umfang geprüft, ausgewählt, angeordnet oder überarbeitet. Der Einsatz künstlicher Intelligenz als Werkzeug ist für sich allein kein Ablehnungsgrund (Ziffer 8.3).
  • e) Dubletten und Massentitel. (aa) Der Titel ist inhaltlich identisch oder im Wesentlichen identisch mit einem bereits über die Plattform oder anderswo veröffentlichten Titel, oder (bb) er gehört zu einer Gruppe von Titeln, die nach einer Vorlage hergestellt sind und sich im Wesentlichen nur in austauschbaren Elementen wie Namen, Orten, Daten, Schlagwörtern oder Farben unterscheiden. Weitere Ausgaben desselben Werks in einem anderen Format (zum Beispiel ein Hardcover neben dem Taschenbuch oder ein E-Book), Neuauflagen mit überarbeitetem Inhalt, Übersetzungen und Reihen, deren Bände jeweils einen eigenen Inhalt haben, sind weder Dubletten noch Massentitel. Die Zahl der Titel, die ein Kunde einreicht, ist für sich allein kein Ablehnungsgrund.
  • f) Gefahr eines Rufschadens für Orbita. Konkrete Tatsachen zeigen, dass die Veröffentlichung des Titels unter dem Namen Orbita dem Ansehen von Orbita als Verlag erheblich schaden würde. Das ist nur der Fall, wenn der Inhalt (aa) Menschen wegen ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität, einer Behinderung oder ihres Alters herabwürdigt oder (bb) Behauptungen zu Gesundheit, Medizin, Finanzen oder Recht, die dem gesicherten Stand der Erkenntnisse widersprechen, als feststehende Tatsachen darstellt, und zwar so, dass Leser, die sich darauf verlassen, gefährdet werden können. Eine politische, religiöse oder weltanschauliche Haltung als solche ist kein Ablehnungsgrund.
  • g) Richtlinien der Vertriebskanäle. Der Titel oder seine Metadaten verstoßen gegen die Regeln zu Inhalten und Metadaten, die ein Vertriebskanal, über den der Titel vertrieben werden soll (Ziffer 2), auf die von ihm angenommenen Bücher anwendet, in der zum Zeitpunkt der Prüfung geltenden Fassung, oder ein Vertriebskanal lehnt die Aufnahme des Titels ab. In der Ablehnung nennen wir den Kanal, die Regel und die betroffene Stelle; auf Verlangen geben wir dem Kunden den Wortlaut der Regel.

Wir entscheiden nach billigem Ermessen (§ 315 BGB). Bevor wir ein Manuskript ablehnen, teilen wir dem Kunden in Textform mit, auf welchen Grund wir uns stützen und welche Tatsachen ihn tragen, und geben ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Ist der Mangel behebbar, insbesondere in den Fällen b), c), e) und g), setzen wir eine angemessene Frist zur Nachbesserung und lehnen erst ab, wenn sie verstrichen ist, ohne dass der Mangel behoben wurde. Die Ablehnung begründen wir in Textform.

12.4 Beruht die Ablehnung auf einem Verstoß des Kunden gegen Ziffer 8.4, ist der Slot verbraucht und es gibt keine Erstattung. Unser Recht, Schadensersatz zu verlangen, bleibt unberührt. In allen anderen Fällen gilt Ziffer 7.5.

12.5 Wird ein Titel aus Gründen abgelehnt, die weder in der Sphäre des Kunden noch in unserer liegen, insbesondere weil ein Kanal seine Richtlinien ändert, bieten wir dem Kunden einen anderen Kanal an; steht kein Kanal zur Verfügung, geht der Slot an das Konto zurück.

13. Erlöse, Wallet und Auszahlungen

13.1 Für jeden Titel schreiben wir dem Kunden den vereinbarten Anteil am Nettoerlös gut. Der Prozentsatz ergibt sich aus dem Paket oder aus der einzelnen Auftragsbestätigung und wird im Konto für jeden Titel angezeigt.

13.2 Nettoerlös ist der Betrag, den wir vom Vertriebskanal für den Titel tatsächlich erhalten, nach Abzug des Rabatts oder der Provision des Kanals, der Herstellungskosten des Exemplars sowie von Remissionen und Stornierungen, ohne Umsatzsteuer. Beträge in Fremdwährung werden zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Tag des Eingangs der Meldung des Kanals umgerechnet.

13.3 Abrechnungen. Wir erstellen mindestens einmal im Quartal eine Abrechnung, sobald die Meldungen der Vertriebskanäle für diesen Zeitraum vorliegen. Die Abrechnung wird im Konto angezeigt und nennt je Titel die verkauften Exemplare, den Nettoerlös und den gutgeschriebenen Anteil. Damit ist die Pflicht zur mindestens jährlichen Auskunft nach § 32d Abs. 1 UrhG erfüllt und übertroffen. Diese Pflicht kann durch diese AGB nicht ausgeschlossen werden (§ 32d Abs. 3 UrhG).

13.4 Wann ein Verkauf sichtbar und wann er gutgeschrieben wird. Das sind zwei verschiedene Zeitpunkte, und der zweite liegt später:

  • Die Abrechnung für ein Quartal erscheint im Konto etwa sechs Wochen nach Quartalsende. Ab dann sieht der Kunde, welche Titel sich wie oft verkauft haben und wie hoch sein Anteil ist.
  • Die Gutschrift folgt, sobald wir das Geld vom Handel erhalten haben, in der Regel rund 45 Tage nach Quartalsende. Einzelne Verkäufe über den internationalen Handel können länger dauern; sie werden gutgeschrieben, sobald ihr Geld bei uns eingegangen ist.

Vertriebskanäle melden und zahlen mit einer Verzögerung von mehreren Monaten und können frühere Meldungen korrigieren, insbesondere wegen Remissionen. Gutschriften stehen deshalb immer unter dem Vorbehalt der Korrektur durch den Kanal. Eine negative Korrektur wird mit künftigen Gutschriften verrechnet; wir fordern sie nicht gesondert zurück, es sei denn, der Kunde hat sie sich bereits auszahlen lassen und die Korrektur beruht auf seinem eigenen Verhalten.

13.5 Rechtsnatur des Wallets. Das Wallet ist ein laufendes Konto, in dem wir verbuchen, was wir dem Kunden schulden. Es ist kein Zahlungskonto, keine Einlage und kein E-Geld im Sinne der Richtlinie 2009/110/EG. Es kann nicht mit Geld aufgeladen werden, wird von Dritten nicht angenommen und wird nicht verzinst. Guthaben kann nur an den Kunden ausgezahlt oder mit dem Kauf weiterer Leistungen bei uns verrechnet werden.

13.6 Auszahlung. Der Kunde kann die Auszahlung des Guthabens jederzeit ab einem Mindestbetrag von 200,00 EUR verlangen. Wir zahlen auf das im Konto angegebene Bankkonto, innerhalb von 10 Werktagen nach Prüfung des Antrags. Gebühren der empfangenden Bank und Kosten einer Überweisung außerhalb des SEPA-Raums trägt der Kunde.

13.7 Gutschriften und Steuern. Wir rechnen die Erlöse im Gutschriftverfahren nach § 14 Abs. 2 Satz 2 des Umsatzsteuergesetzes ab. Der Kunde ist mit diesem Abrechnungsverfahren einverstanden. Ist der Kunde Steuerpflichtiger, muss er uns seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und seinen steuerlichen Status mitteilen; die Umsatzsteuer wird dann ausgewiesen oder das Reverse-Charge-Verfahren angewendet, je nach Fall. Der Kunde ist für die Versteuerung der Erlöse in seinem Land verantwortlich. Wir leisten keine Steuerberatung.

13.8 Kein Verfall. Das Guthaben verfällt nicht. Es unterliegt nur den gesetzlichen Verjährungsregeln (§§ 195, 199 BGB). Ist ein Konto länger als 24 Monate inaktiv und erreichen wir den Kunden nicht, dürfen wir das Guthaben auf das zuletzt bekannte Bankkonto auszahlen.

14. Laufzeit, Kündigung, Sperrung

14.1 Das Vertragsverhältnis über die Nutzung der Plattform läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Seiten können es in Textform mit einer Frist von 30 Tagen kündigen. Die Folgen für bereits veröffentlichte Titel regelt Ziffer 14.4.

14.2 Das Recht beider Seiten zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor bei einem schweren oder wiederholten Verstoß gegen Ziffer 3.3, Ziffer 8.2 oder Ziffer 8.4, bei einem vorsätzlichen Verstoß gegen die Bedingungen des Partnerprogramms oder bei Angaben zur Identität des Kunden, die in einem wesentlichen Punkt unwahr sind.

14.3 Sperrung. Statt zu kündigen, dürfen wir das Konto oder einzelne Funktionen vorübergehend sperren, wenn ein konkreter Verdacht auf einen der in Ziffer 14.2 genannten Verstöße besteht. Wir nennen dem Kunden den Grund und geben ihm Gelegenheit zur Stellungnahme. Während der Sperrung behält der Kunde Zugang zu den Abrechnungen und zur Auszahlungsfunktion, es sei denn, der Verdacht betrifft gerade diese Funktionen.

14.4 Die Kündigung des Plattformverhältnisses beendet nicht automatisch die Veröffentlichung bereits veröffentlichter Titel. Jede Seite kann die Veröffentlichung eines einzelnen Titels in Textform mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Dann gelten die Ziffern 10.5 und 10.6. Bereits entstandene Erlöse bleiben geschuldet und werden nach Ziffer 13 ausgezahlt.

14.5 Slots, die bei einer Kündigung durch uns aus einem von uns zu vertretenden Grund noch nicht genutzt sind, werden anteilig erstattet. Slots, die bei einer Kündigung aus wichtigem Grund wegen des Verhaltens des Kunden noch nicht genutzt sind, werden nicht erstattet.

15. Haftung

15.1 Wir haften unbeschränkt für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit wir eine Garantie übernommen haben.

15.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut. In diesem Fall ist unsere Haftung auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt.

15.3 Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Insbesondere haften wir nicht für entgangenen Gewinn, für ausgebliebene Verkäufe, für den Verlust eines erwarteten Rankings oder für Schäden aus der Entscheidung eines Vertriebskanals, einen Titel nicht zu führen oder zu entfernen.

15.4 Die Ziffern 15.2 und 15.3 gelten nicht in den Fällen der Ziffer 15.1 und beschränken keine Haftung, die nach § 309 Nr. 7 BGB nicht beschränkt werden kann.

15.5 Der Kunde ist dafür verantwortlich, eigene Kopien aller gelieferten Dateien aufzubewahren. Unsere Haftung für den Verlust von Daten ist auf den Aufwand beschränkt, der zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre, wenn der Kunde ordnungsgemäß Sicherungskopien angefertigt hätte.

16. Datenschutz

Wir verarbeiten personenbezogene Daten nach der Datenschutzerklärung. Sie erklärt auch, welche externen Auftragsverarbeiter wir einsetzen, auf welcher Rechtsgrundlage und wie lange Daten gespeichert werden.

17. Änderungen dieser AGB

17.1 Wir dürfen diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern. Wir kündigen die Änderung mindestens 6 Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an und machen die geänderten Stellen sichtbar.

17.2 Aktive Zustimmung. Änderungen, die die Hauptleistungspflichten, die Preise, den Anteil am Nettoerlös, die Rechteeinräumung oder die Haftung betreffen oder sonst das Gleichgewicht des Vertrags verschieben, werden nur wirksam, wenn der Kunde ihnen aktiv zustimmt. Diese Zustimmung holen wir über die Zustimmungsseite der Plattform ein. Das folgt dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 27. April 2021, XI ZR 26/20, nach dem eine Zustimmungsfiktion durch Schweigen für solche Änderungen unwirksam ist.

17.3 Schweigen. Nur bei Änderungen, die durch eine Änderung der Rechtslage oder durch eine bindende Entscheidung eines Gerichts oder einer Behörde erforderlich werden, die nur einen offensichtlichen Fehler berichtigen oder die für den Kunden ausschließlich vorteilhaft oder neutral sind, gilt es als Zustimmung, wenn der Kunde nicht innerhalb der Frist von 6 Wochen widerspricht. In der Ankündigung weisen wir ausdrücklich darauf hin, was das Unterlassen eines Widerspruchs bedeutet und dass der Kunde den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung fristlos kündigen kann.

17.4 Stimmt der Kunde einer Änderung nach Ziffer 17.2 nicht zu, dürfen wir den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen kündigen. Bis dahin gilt die bisherige Fassung weiter.

18. Streitbeilegung

18.1 Wir sind nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG).

18.2 Die Plattform der Europäischen Kommission zur Online-Streitbeilegung wurde am 20. Juli 2025 eingestellt, und die Verordnung (EU) Nr. 524/2013 wurde durch die Verordnung (EU) 2024/3228 aufgehoben. Ein Hinweis darauf entfällt deshalb.

18.3 Beschwerden können uns jederzeit über das Ticketsystem der Plattform oder an kontakt@orbita-media.de gesendet werden. Wir antworten innerhalb einer angemessenen Frist.

19. Schlussbestimmungen

19.1 Anwendbares Recht. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Verbrauchern wird durch diese Rechtswahl nicht der Schutz der zwingenden Vorschriften des Rechts des Staates entzogen, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben (Art. 6 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 593/2008, Rom I).

19.2 Gerichtsstand. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Hamburg. Wir dürfen auch am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden klagen. Für Verbraucher in der Europäischen Union gelten die Gerichtsstände der Art. 17 bis 19 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012; ein Verbraucher kann nur vor den Gerichten des Mitgliedstaats verklagt werden, in dem er seinen Wohnsitz hat.

19.3 Sprache. Diese AGB liegen auf Englisch, Italienisch und Deutsch vor und können in weiteren Sprachen vorliegen. Zwischen Unternehmern geht die englische Fassung vor. Für Verbraucher geht die Fassung in der Sprache vor, in der der Vertrag geschlossen wurde.

19.4 Textform. Erklärungen nach diesen AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB). E-Mail und die Nachrichtenfunktion der Plattform genügen dieser Form.

19.5 Salvatorische Klausel. Ist oder wird eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.


Anhang: Widerrufsbelehrung für Verbraucher

Siehe die gesonderte Widerrufsbelehrung, die die Belehrung über das Widerrufsrecht und das Muster-Widerrufsformular enthält und Teil dieser AGB ist.

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