Glossar

Glossar: Begriffe rund ums Buch veröffentlichen

Was ein Imprint ist, wer den Rabatt behält, warum Buchhandlungen Bücher zurückschicken dürfen und was „Nettoerlös“ in einem Autorenvertrag heißt: die Begriffe, die dir beim Veröffentlichen begegnen, jeder in wenigen Sätzen.

Am häufigsten gefragt: Die ISBN kennzeichnet eine Ausgabe eines Buchs und ihren Verlag. Das Imprint ist der Verlagsname, der auf dem Buch steht. Print on Demand druckt ein Exemplar, sobald es bestellt ist. Die Tantieme ist der Anteil der Autorin oder des Autors, bei ShelfPublisher 30 % des Nettoerlöses pro Exemplar.
Nur auf Einladung · Unser Verlagsteam prüft jede Anfrage persönlich

Verlag, Imprint und ISBN

Verlag

Das Unternehmen, das entscheidet, ein Buch zu veröffentlichen, ihm ISBN und Imprint gibt, es herstellen lässt und dem Handel anbietet. Ein klassischer Verlag trägt die Kosten und das Risiko. Bei ShelfPublisher ist die Orbita Media GmbH der Verlag, ein internationaler Verlag mit über 1.000 Titeln. Mehr: Der Verlag.

Selfpublishing

Veröffentlichen ohne Verlag: Die Autorin oder der Autor ist selbst Verlag, entscheidet alles und bezahlt Dienstleistungen selbst. Plattformen wie Amazon KDP machen das Veröffentlichen kostenlos; das Buch trägt dann meist den eigenen Namen oder das Imprint der Plattform. Vergleich: Self-Publishing-Anbieter im Vergleich 2027.

Imprint

Der Verlagsname, unter dem ein Buch erscheint, gedruckt auf Buchrücken und Impressum und gemeldet in den Metadaten. Ein Verlagshaus kann mehrere Imprints führen. Mit einer kostenlosen KDP-ISBN steht dort „Independently published“.

ISBN

Die Internationale Standardbuchnummer, 13 Stellen, kennzeichnet eine Ausgabe eines Buchs und ihren Verlag. Taschenbuch, Hardcover und E-Book brauchen je eine eigene ISBN. Eine ISBN ist kein Urheberrecht und wandert nicht mit dem Buch zu einem anderen Verlag. Bei ShelfPublisher ist die ISBN inklusive. Mehr: ISBN kaufen.

Strichcode (EAN-13)

Der Strichcode auf der Rückseite enthält die ISBN, damit Kassen und Lager das Buch scannen können.

Zuschussverlag

Ein Unternehmen, das vor allem an den Autoren verdient statt am Buchverkauf: hohe Zuschüsse, oft die Pflicht, Exemplare abzunehmen oder eine Auflage zu finanzieren, kaum Präsenz im Buchhandel. Bei ShelfPublisher gibt es keine Druckkosten, keine Auflage und keine Abnahme von Exemplaren.

Hybridverlag

Ein Verlag, bei dem die Autorin oder der Autor einen Teil der Veröffentlichung bezahlt und dafür einen höheren Anteil bekommt als bei einem klassischen Verlag. Vor der Unterschrift prüfen: Wofür genau zahle ich, wem gehört die ISBN, wie bekomme ich die Rechte zurück?

Druck und Formate

Ein Druckverfahren: Jedes Exemplar wird erst gedruckt, wenn es bestellt ist. Es gibt keine Auflage, kein Lager und keine Restexemplare. Wer das Buch verlegt, sagt Print on Demand nicht. Mehr: Print on Demand oder Verlag.

Auflage

Die Zahl der Exemplare, die im Offsetdruck auf einmal gedruckt werden. Eine Auflage senkt die Kosten pro Exemplar, muss aber vorab bezahlt, gelagert und verkauft werden.

Format

Die Endgröße des Buchs nach dem Beschnitt, zum Beispiel A5 oder 12 x 19 cm. Das Format bestimmt Seitenzahl, Rückenbreite und Druckkosten.

Beschnitt

Ein Rand von meist 3 mm pro Seite für Bilder und Hintergründe, die bis an die Kante reichen sollen. Die Druckerei schneidet ihn ab; ohne Beschnitt kann ein weißer Streifen stehen bleiben.

Taschenbuch

Ein Buch mit biegsamem Kartonumschlag und Klebebindung. Die meisten Print-on-Demand-Bücher sind Taschenbücher; ShelfPublisher veröffentlicht Taschenbücher mit schwarz-weißem Innenteil und mattem oder glänzendem Cover.

Buchhandel und Vertrieb

Barsortiment

Der Buchgroßhandel: Er hält Bücher vieler Verlage für Buchhandlungen, Bibliotheken und Onlineshops bereit, nimmt Bestellungen an und liefert meist über Nacht. Die meisten Bücher bestellt der Buchhandel dort statt bei jedem Verlag einzeln. Mehr: Buchvertrieb.

Verlagsauslieferung

Ein Dienstleister, der für Verlage Bestellungen annimmt, liefert, Rechnungen stellt und Remissionen abwickelt. Anders als ein Verlag entscheidet er nicht, was erscheint.

Rabatt

Der Anteil am Ladenpreis, den Buchhandlung und Großhandel behalten. Der Verlag erhält den Ladenpreis abzüglich Rabatt und bezahlt davon den Druck.

Remission

Buchhandlungen dürfen nicht verkaufte Exemplare meist gegen Gutschrift zurückschicken. Remissionen mindern den Erlös des Verlags, deshalb rechnen Verträge, die am Nettoerlös beteiligen, sie mit ein.

Metadaten

Alles, was der Handel über ein Buch weiß, außer dem Text: Titel, Autorin, ISBN, Preis, Format, Seitenzahl, Klappentext, Warengruppe und Verlag. Über die Metadaten findet und bestellt der Buchhandel Bücher.

VLB

Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher ist die Datenbank des deutschsprachigen Buchhandels: Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz finden dort Verlag, Preis und Bezugsquelle eines Titels. Betrieben wird es von der MVB, einem Unternehmen des Börsenvereins. Mehr: Buch in den Buchhandel bringen.

Expanded Distribution

Eine Option von Amazon KDP, die ein KDP-Taschenbuch Händlern außerhalb von Amazon anbietet, zu einer niedrigeren Tantieme als auf Amazon selbst. KDP sagt selbst, dass keine Buchhandlung oder Bibliothek das Buch deshalb bestellen muss. Mehr: KDP-Alternative.

Pflichtexemplar

Verlage mit Sitz in Deutschland liefern von jedem neuen Buch zwei Exemplare an die Deutsche Nationalbibliothek, in den meisten Bundesländern zusätzlich eines an die zuständige Landesbibliothek.

Geld und Vertrag

Ladenpreis

Der Endpreis des Buchs, den der Verlag festlegt. In Deutschland und Österreich gilt die Buchpreisbindung: Jede Buchhandlung verkauft ein neues Buch zum Preis des Verlags. In der Schweiz gibt es keine Buchpreisbindung.

Nettoerlös

Was beim Verlag für ein verkauftes Exemplar tatsächlich ankommt: Ladenpreis minus Rabatt des Handels, minus Druck, Remissionen und Mehrwertsteuer. Ein Anteil am Nettoerlös ist ein größerer Prozentsatz eines kleineren Betrags als ein Anteil am Ladenpreis.

Tantieme

Der Anteil der Autorin oder des Autors an jedem Verkauf, auch Honorar genannt. Klassische Verlage zahlen beim Taschenbuch meist 5 bis 7 % vom Ladenpreis; ShelfPublisher zahlt 30 % des Nettoerlöses pro Exemplar. Mehr: Kosten.

Vorschuss

Geld, das ein klassischer Verlag vor dem Erscheinen zahlt. Er wird mit späteren Tantiemen verrechnet: Weitere Tantiemen gibt es erst, wenn der Vorschuss eingespielt ist.

Rechterückfall

Die Rückkehr der Verlagsrechte an die Autorin oder den Autor, wenn der Vertrag endet. Bei ShelfPublisher bleibt das Urheberrecht bei dir, und alle Rechte fallen mit dem Vertragsende automatisch zurück.

Fragen

ISBN, Imprint und Verlag

Brauche ich eine ISBN, und was kostet sie?

Für den Buchhandel ja: Buchhandlungen, Großhändler und Bibliotheken finden und bestellen ein Buch über seine ISBN. In Deutschland kostet eine einzelne ISBN bei der ISBN-Agentur laut Preisliste 70 € zzgl. MwSt. (Stand November 2026); KDP vergibt eine kostenlose ISBN, die nur bei KDP gilt.

Bei ShelfPublisher kaufst du keine ISBN: Sie kommt aus dem Nummernkreis von Orbita Media und ist im Preis pro Buch enthalten. Mehr dazu im Artikel ISBN kaufen.

Wem gehört die ISBN?

Die ISBN stammt aus dem Nummernkreis, der auf Orbita Media als Verlag registriert ist, und sie bleibt bei Orbita Media. Nach dem ISBN-Standard kennzeichnet eine ISBN den Verlag einer Ausgabe, deshalb kann sie nicht mit dem Buch umziehen.

Dich kostet sie nichts, du musst also keine ISBN kaufen. Veröffentlichst du das Buch nach Vertragsende woanders, braucht die neue Ausgabe eine neue ISBN. Der Artikel ISBN kaufen erklärt, warum.

Was ist ein Verlag, und was macht er?

Ein Verlag bringt ein Buch auf den Markt: Er vergibt die ISBN aus seinem Nummernkreis, steht als Verlag im Titeldatensatz, meldet die Metadaten an die Verzeichnisse des Buchhandels, lässt drucken und sorgt dafür, dass Händler das Buch bestellen können. Klassische Verlage übernehmen außerdem Lektorat, Gestaltung und Marketing und wählen dafür nur wenige Manuskripte aus.

Bei ShelfPublisher ist die Orbita Media GmbH der Verlag deines Buchs, ein internationaler Verlag mit über 1.000 Titeln und 2 Millionen verkauften Büchern, darunter SPIEGEL-Bestseller. Lektorat, Cover und Marketing bleiben bei dir; Verlag, ISBN, Kataloge und Abrechnung kommen von uns.

Was ist das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB)?

Das VLB ist die Datenbank der lieferbaren Bücher im deutschsprachigen Buchhandel: Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz suchen dort nach Titel, Autorin oder ISBN und sehen Verlag, Preis und Bezugsquelle. Betrieben wird es von der MVB, einem Unternehmen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Erscheint dein Buch bei ShelfPublisher im Markt Deutschland, steht es mit ISBN, Preis und Orbita Media als Verlag im VLB; einen eigenen VLB-Eintrag brauchst du nicht.

Alle Fragen und Antworten

Weiterlesen

Ratgeber zum Selfpublishing

Veröffentliche dein Taschenbuch im Verlag.

ShelfPublisher funktioniert nur auf Einladung. Frag den Zugang an und erzähl uns von deinem Buch.

Zugang anfragen